Die RasseWas Spitze könnenArtikelWas Spitze könnenFelix der Sportspitz

Felix der II von der Arnold´s Eiche

   
 

Ein vielseitig begabter Sportspitz stellt sich vor

 
 

© Text:      Tamara Siebert
© Fotos:    Ave/Haaß (1), Siebert (8), Wenzel (4)

 
 
 
 

Felix, mein creme-sable gescheckter Mittelspitz, ist ein richtig vielseitiger Sportspitz. Mit großer Begeisterung trainieren wir zusammen Agility und starten erfolgreich auf Turnieren. Aber auch in vielen anderen Bereichen sind wir aktiv. Im Moment bilde ich Felix zusätzlich noch im Dummytraining, Trickdogging und Obedience aus. Er hat sehr großen Spaß daran und möchte am liebsten jeden Tag neue Abenteuer erleben.

 
 
 

Mittelspitz Felix über die Hürde2

 
 

Bekommen habe ich Felix Anfang Februar 2006 im Alter von 10 Wochen. Da ich zu dieser Zeit bereits mit meinen beiden Shelties Cedric und Justin aktiv im Agility arbeitete, wollte ich natürlich auch Felix später in einer Hundesportart ausbilden. Damals hätte ich allerdings nicht geglaubt, dass dieses kleine Baby einmal ein so vielseitiger kleiner Sporthund werden würde.

 
 
 

Agility

 
 

Felix der II
von der Arnold´s Eiche

Mittelspitz Felix Kopf


Mittelspitz Schecke
ZuchtbNr.: VDH/DSp: 78226
geb. 04.12.2005
Vater:
Quido Siva Perla
Mutter:
Jasmin v.d. Arnold´s Eiche
Ausbildungskennzeichen:
BH, A0, A1

Besitzer:
Tamara Siebert
www.agilityspitz.beepworld.de

 

 
 

Bis Felix ein Jahr alt war, beschäftigten wir uns größtenteils mit grundlegenden Übungen. Dazu gehörten Dinge wie Grundgehorsam, Sozialisation und „Alltagstauglichkeit“. Nebenbei übten wir für die Begleithundeprüfung und sammelten erste Erfahrungen im Agility. Aber alles mit „Ruhe und Verstand“, denn der kleine Kerl sollte in erster Linie „Welpe sein“ dürfen.

 
 

Agility

Mittelspitz Felix über Hinderniss


Diese Hundesportart stammt ursprünglich aus England. Kernstück ist die fehlerfreie Bewältigung eines Hindernisparcours in einer vom Leistungsrichter vorgegebenen Zeit. Ein Agilityparcour besteht aus 12 bis 20 verschiedenen Geräten ( z.b. Hürden, Slalom, Tunnel).  Hund und Hundeführer  müssen in diesem Sport ein eingespieltes Team sein. Da der Hund frei ohne Leine und Halsband läuft, muss der Hundführer ihn mit der Körpersprache sowie Hörzeichen durch den Parcours führen.
 

 
 

Als Felix 20 Monate alt war, bestanden wir die Begleithundeprüfung in einer Ortsgruppe des SV. Bereits im Begleithundetraining hatte Felix gezeigt, dass er sehr großen Spaß an jeder Form von Unterordnung hat. Egal ob Fuß laufen, Sitz und Platz aus der Bewegung oder Abrufen – ihm macht alles großen Spaß. Dies zeigte er in der Prüfung so deutlich, dass er von der Richterin besonders gelobt wurde und uns die „Schäferhundleute“ am liebsten direkt in den Verein geholt hätten. Auch wenn sie sich zu Beginn alle insgeheim über diesen kleinen Hund amüsiert hatte, spätestens nachdem sie ihn einmal haben laufen sehen, waren sie begeistert. Denn ihm konnte man den Spaß an der Arbeit richtig ansehen.

 
 
 

Mittelspitz Felix vor Tunnel

 
 

Seit Mitte 2008 starten Felix und ich nun auf Agilityturnieren. Es macht uns sehr viel Spaß und wir konnten schon einige Siege und Platzierungen sammeln. Im Sommer sind wir fast jedes Wochenende auf  den Turnierplätzen im ganzen Rhein-Main Gebiet zu finden.

 
 

Obedience

 
 

Inzwischen haben wir auch ein neues „Projekt“ in Angriff genommen. Wir trainieren nun aktiv Obedience („Unterordnung in Perfektion“) und werden vermutlich 2010 unsere erste Prüfung laufen.

 
 

Dafür müssen wir aber nun noch einige zusätzliche Übungen trainieren. Neben den bisherigen Übungen für die Begleithundeprüfung stehen nun neue Aufgaben wie z.B. das Apportieren und das Schicken in eine "Box“ auf dem Programm. Felix zeigt sich auch hier sehr talentiert und ist mit viel Spaß bei der Sache. Apportieren liebt er ja sowieso und die restlichen Übungen lernt er nun mit Hilfe des Clickers.

 
 
 

Apportieren

 
 

Obedience

Mittelspitz in der Box


Obedience bedeutet zu deutsch Gehorsam. Hierbei kommt es auf die harmonische, schnelle und exakte Ausführung der Übungen an. Obedience ist die "Steigerung" der Unterordnung. Ein perfekt eingespieltes Mensch-Hund-Team ist eine der Grundvoraussetzung zum Erfolg. Bei Obedience-Prüfungen geht es gleichsam um Gehorsam und Sozialverträglichkeit des Hundes. 
 

 
 

Seit 2008 konnte ich auch deutlich sehen, dass Felix nicht nur körperlich, sondern auch geistig erwachsen geworden ist. Auch ist sein Arbeitswille mit dem „Alter“ extrem gestiegen. „Nur“ Agility und zwischendurch ein wenig Obedience reichen ihm nicht. Er möchte nun vielseitig beschäftigt werden und regelmäßig Abwechslung haben. Dies versuche ich ihm natürlich zu bieten. Deshalb beschäftigen wir uns nun neben dem normalen Training auf dem Hundeplatz mit kleinen Spielchen für Wohnzimmer und Garten.

 

Trickdogging

 
 

Da ich mit meinen Hunden sehr viel mit dem Clicker arbeite, lag es da natürlich nahe Felix im Trickdogging kleine Tricks beizubringen. Inzwischen beherrscht er etwa 30 Tricks.

 
 

Trickdogging

Mittelspitz Felix macht Männchen


Beim Trickdogging lernt der Hund verschiedene Arten von Tricks und Kunststücken. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es gibt unendlich viele Tricks, die man seinem Hund beibringen kann. 
 

 
 

Dazu gehören neben dem „Standartrepertoire“ eines Trickhundes wie Männchen machen, Pfote geben links und rechts oder Slalom durch die Beine laufen auch ausgefallene Tricks wie Becher stapeln, Ringe auf ein Ringspiel stapeln oder der „Handstand“. Dabei hat sich der kleine Spitz eine interessante Eigenart angewöhnt. Während meine beiden Shelties für wirklich jeden Trick zu haben sind, ist Felix da ganz anders. Tricks mit Requisite wie z.B. Becher stapeln findet er ganz klasse. Aber manchen Sachen wie z.B. das „Schäm dich“ gefallen ihm nicht. Zu solchen Tricks lässt er sich dann auch nicht überzeugen.

 
 

Mittelspitz Felix Ringe stapeln

 

Dummytraining

 
 

Unser ungewöhnlichstes Hobby ist aber inzwischen das Dummytraining. Felix apportiert den Dummy mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte er noch nie etwas anderes getan. Im Dummytraining stehen wir noch am Anfang der Ausbildung, aber einzelne Teile daraus wie das Einweisen (Dirigieren des Hundes auf Entfernung) und die Verlorenensuche (direkte Suche nach dem Dummy) haben wir bereits begonnen und haben gemeinsam viel Spaß daran.

 
 

In Moment lernt Felix die Kommandos „Rechts“ und „Links“ auf Entfernung. Dazu hat er gelernt eine rote Scheibe (den Target) mit den Pfoten zu berühren und dort zu warten. Rechts bzw. links neben ihm wird nun eine blaue Pylone als Sichthilfe und der Dummy aufgebaut. Nun bekommt er das entsprechende Richtungskommando und darf als Belohnung den Dummy apportieren.

 
 
 

Mittelspitz Felix Dummy2

 
 

Diese Übung wird nun sehr abwechslungsreich trainiert. Mal liegt ein Dummy an der Pylone, mal ein Futterbeutel und mal steht nur die Pylone allein. So weiß Felix nie, was als Nächstes geschieht und übt mit großer Begeisterung.

Das Dummytraining ist für uns aber nur so eine kleine Nebenbeschäftigung. Auch wenn wir Spaß daran haben, wir konzentrieren uns eigentlich auf das Agility.  Das ist einfach unsere größte Leidenschaft!

 
 
 

Dummytraining

Mittelspitz Felix Dummy1


Das Dummytraining ist eigentlich eine Form der Jagdhundeausbildung. Dabei werden Hunde im Gelände zum  apportieren der Jagdbeute ausgebildet, wobei statt dieser eine Attrappe (Dummy) verwendet wird. Inzwischen hat sich diese spezielle Art der Ausbildung zu einer eigenständigen Disziplin entwickelt, die zwar immer noch den Grundgedanken der Jagdausbildung verfolgt, aber von vielen aus rein sportlichen Gesichtspunkten betrieben wird. Durch wechselndes Gelände und unterschiedlichste Apportieraufgaben ist dies eine sehr anspruchsvolle, interessante und abwechslungsreiche Arbeit für den Hund, die ihn körperlich und geistig fordert. Das gute Zusammenspiel zwischen Hundeführer und Hund ist die Basis jeder erfolgreichen Dummyarbeit.
 

 

Im Herbst 2009 habe ich Felix auch ausgestellt. Auch wenn man uns beide in diesem Bereich vermutlich nicht wieder sehen wird (wir verbringen unsere Wochenenden lieber auf einem Turnier) hat es sich für uns gelohnt.

Felix hat nun seine für die Zucht notwendige Bewertung erhalten und ist zudem PL-frei. Vielleicht kann er irgendwann mal Papa werden – wir werden sehen was die Zeit bringt.

 
 

Kleinspitz Gitano Lionn von der Arnolds Eiche

 
 

Seit Ende August ist nun zusätzliches Leben in unser Haus eingekehrt. Dieses „Leben“ heißt Lionn v.d. Arnoldseiche und ist ein schwarz-weiß gescheckter Kleinspitz. Ob Lionn später mal in die Fußstapfen seines großen Bruders treten wird – mal sehen. Auf jeden Fall zeigt er schon jetzt, dass auch er lernen möchte und seine Babyübungen richtig klasse findet.

 

Nun nimmt Felix auch seine Rolle als „großer Bruder“ sehr ernst. Denn bei aller Freude am Hundesport und bei allen Hobbys ist er in erster Linie ein ganz normaler kleiner Haus-, und Familienhund. Er fährt mit uns täglich zu den Pferden und Ziegen und begleitet uns als vierbeiniger „Schatten“ ohne Leine überall hin. Diese ganzen Dinge muss nun auch der kleine Lionn lernen. Aber er hat ja seinen großen Bruder. Der bringt ihm alles bei was nötig ist um ein souveräner, alltagstauglicher Familienhund zu werden.

 

Mittelspitz Felix auf dem Rücken

 
 

Mittelspitz Felix über die Hürde hinten

 

 

 

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